Programm

Unser Lernhaus gestalten

Das Programm hat zwei Phasen: eine Online-Phase im Herbst 2026 und eine Präsenzphase im Frühjahr 2027. Sie bauen aufeinander auf, sind aber auch einzeln buchbar.

Häuser des Lernens entstehen auch in Regelschulen der öffentlichen Volksschule. Entscheidend ist nicht die Schulform, sondern die Haltung zu Lernen, Beziehung und Verantwortung.

Pilotdurchführung 2026/27: Diese erste Durchführung ist ein Pilot. Wir entwickeln das Programm gemeinsam mit der ersten Kohorte weiter: Einzelne Inhalte, Orte und Praxispartner:innen können sich noch verändern.

Kurzübersicht

Phase 1
5 Online-ImpulseOkt./Nov. 2026 · 17–18 Uhr
Phase 2
5 PräsenzblöckeMärz–Juni 2027 · Schweiz · max. 30 Teilnehmende · Vorrang für schulische Teams
Phase 3 (optional)
Umsetzungsbegleitungindividuell vereinbart · nicht im Programmpreis enthalten
Umfang
60 Kontaktstundenplus ca. 20 h Transfer und Portfolio
Investition
CHF 805er-Abo Online-Impulse · Präsenzphase fünf Präsenzblöcke CHF 3’500
Für wen
Schule & TrägerschaftLernbegleiter:innen, Schulleitungen, Projekt-/Steuergruppen, Schulträger

Phase 1 · Herbst 2026

Fünf Online-Impulse zum Haus des Lernens

Die fünf Online-Impulse erzählen die Geschichte eines entstehenden Hauses des Lernens: Moderation, eine Praxisperson und Lernpartner:innen (Schüler:innen) gestalten sie gemeinsam. Jede Veranstaltung endet mit einer Transferfrage für die eigene Schule.

Die Online-Impulse sind für alle Interessierten offen und bilden einen niederschwelligern Zugang. Ein Einstieg ist auch während der laufenden Reihe möglich.

  1. Impuls 1

    Montag, 26. Oktober 2026, 17–18 Uhr

    Wir legen das Fundament

    Wie entsteht eine gute, zeitgemässe Lernkultur?

    Zwei tragende Grundlagen: Lernen ist eine Existenzform des Menschen, und in jeder Umgebung geschieht, was der Umgebung angemessen ist. Daraus unterscheiden wir Lernen und Unterricht, lernen die vier Postulate kennen und betrachten Input, Lernatelier und Marktplatz als Grundelemente.

    Danach kannst du:

    • Lernen und Unterricht unterscheiden
    • die beiden Grundannahmen und die vier Postulate erläutern
    • die Grundstruktur eines Hauses des Lernens beschreiben
    • erste Konsequenzen für die eigene Schule ableiten

    Praxis-Input: Alemannenschule Wutöschingen (DE)

    Anmeldung über Eventfrog
  2. Impuls 2

    Montag, 2. November 2026, 17–18 Uhr

    Wir planen die Räume

    Wie gestalten wir Umgebungen, die Lernen ermöglichen?

    Lernräume sind mehr als Architektur und Material. Wir betrachten die vier Dimensionen einer lernförderlichen Umgebung – menschlich, architektonisch, organisatorisch, strukturell – und lernen Lernatelier als Arbeitsraum, Marktplatz als Begegnungsraum und Inputs als Inspirationsräume kennen.

    Danach kannst du:

    • die Wirkung von Umgebungen auf das Lernen analysieren
    • die vier Dimensionen der Umgebung unterscheiden
    • organisatorische und strukturelle Lernräume entwickeln
    • Führung als Gestaltung von Umgebungen verstehen
    • erste Räume des eigenen Lernhauses planen

    Praxis-Input: Talenticum Romanshorn (TG)

    Anmeldung über Eventfrog
  3. Impuls 3

    Montag, 9. November 2026, 17–18 Uhr

    Wir gewinnen Gastgeber:innen und Begleiter:innen

    Wie begleite ich Kinder, ohne ihr Lernen zu lenken?

    Welche Rolle übernehmen Erwachsene in einem Haus des Lernens? Wir unterscheiden Lernbegleitung von Unterricht und Beobachtung von Kontrolle. Im Zentrum stehen Respekt und Autonomie, das Vier-Augen-Gespräch und die Frage, wann Zurückhaltung angemessen ist und wann eine Intervention dem Gelingen dient.

    Danach kannst du:

    • Lernbegleitung und Unterricht unterscheiden
    • Lernprozesse beobachten, ohne sie zu kontrollieren
    • Vier-Augen-Gespräche als persönliche Begegnung gestalten
    • Inputs als freiwillige Einladungen konzipieren
    • zwischen Zurückhaltung und Intervention bewusst entscheiden

    Praxis-Input: Schule Bürglen (TG)

    Anmeldung über Eventfrog
  4. Impuls 4

    Montag, 16. November 2026, 17–18 Uhr

    Von der Schule zum Haus des Lernens

    Wie gestalten wir Führung und Verantwortung in einer Schule im Wandel?

    Wie werden Entscheidungen getroffen und Verantwortung übernommen? Wir unterscheiden veränderbare Ordnungsprinzipien von unveränderbaren Postulaten und lernen verteilte Verantwortung auf allen Ebenen als Alternative zur hierarchischen Steuerung kennen. Führung heisst dabei: Umgebungen gestalten, in denen Partizipation und gemeinsame Verantwortung möglich werden.

    Danach kannst du:

    • Führung als Gestaltung von Umgebungen verstehen
    • Postulate und Ordnungsprinzipien unterscheiden
    • Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse verteilen
    • Partizipation ermöglichen
    • erste Verantwortungsstrukturen entwerfen

    Praxis-Input: Schulen Diessenhofen (TG)

    Anmeldung über Eventfrog
  5. Impuls 5

    Montag, 23. November 2026, 17–18 Uhr

    Wir öffnen die Fenster

    Wie erkennen wir, ob unser Haus dem Lernen dient?

    Kompetenzraster, Portfolios und Entwicklungsdokumentationen machen Lernen sichtbar. Wir unterscheiden Beobachtung von Selektion und qualitative von quantitativen Indikatoren. Bewertet werden nicht die Menschen, sondern geprüft wird, ob die Umgebung Lernen, Wachstum und Verantwortung ermöglicht.

    Danach kannst du:

    • Entwicklung wahrnehmen und sichtbar machen
    • Kompetenzraster und Portfolios sinnvoll einsetzen
    • qualitative und quantitative Indikatoren unterscheiden
    • Beobachtung von Bewertung und Selektion unterscheiden
    • Kriterien für die Überprüfung des eigenen Lernhauses entwickeln

    Praxis-Input: Grundacherschule (OW)

    Anmeldung über Eventfrog
  6. Paket

    Alle fünf Online-Impulse im Paket

    Du kannst alle fünf Online-Impulse auch als Paket buchen.

    Paket über Eventfrog buchen

Phase 2 · Frühjahr 2027

Fünf Präsenzblöcke an Häusern des Lernens

Die Präsenzblöcke sind die Baustellenbesuche: Wir gehen in Schulen und Lernorte, die bereits als Häuser des Lernens arbeiten. Jeder Block verbindet Impulse, Praxisbesuche, Reflexion, Portfolioarbeit und Peer-Austausch – mitgestaltet von Lernpartner:innen (Schüler:innen).

Erfahrungen und Praxisbeiträge kommen aus der Schweiz und aus Deutschland. Alle Lernorte ansehen

Die fünf Online-Impulse sind ein sinnvoller Vorlauf, aber keine zwingende Voraussetzung.

Verbindlich für die Präsenzblöcke anmelden

  1. Präsenzblock 1

    Fr., 5. bis Sa., 6. März 2027 · Wutöschingen (DE)

    Wir legen das Fundament

    Auf welchem Menschenbild und Lernverständnis soll unser Haus des Lernens stehen?

    Die Teilnehmenden analysieren ihre bestehende Schule, benennen Spannungen zwischen Anspruch und Wirklichkeit und formulieren das Fundament ihres Lernhauses. Dazu ein Einblick in die analoge und digitale Begleitung des Lernens in Wutöschingen.

    Theorie und Vertiefung:

    • Lernen als Existenzform, Wirkung der Umgebung
    • Lernen und Unterricht unterscheiden
    • die vier Postulate als unveränderbare Grundlagen
    • Input, Lernatelier, Marktplatz
    • Postulate, Regeln und Ordnungsprinzipien

    Verbindliche Arbeitsergebnisse:

    • Grundlagendokument «Unser Haus des Lernens»
    • gemeinsames Menschenbild und Lernverständnis
    • Begriffsklärung: Lernen, Unterricht, Input, Lernatelier, Marktplatz
    • Standortbestimmung der eigenen Schule
    • Zielbild des zukünftigen Lernhauses
    • vorläufiger Umsetzungsfahrplan

    Du erhältst: Leitfragen zur Standortbestimmung, Glossar der Grundbegriffe, Raster «Unterricht oder autonome Lernhandlung?», Vorlage Zielbild, Checkliste erste Schritte

    Lernnachweis: Das Schulteam präsentiert Fundament und ersten Bauplan seines Lernhauses.

    Praxis-Input: Alemannenschule Wutöschingen (DE)

  2. Präsenzblock 2

    Fr., 19. bis Sa., 20. März 2027 · Sarnen (OW)

    Wir gestalten die Lernumgebungen

    Welche Umgebungen ermöglichen die Lernformen, die wir anstreben?

    Die Lernumgebung der Gastschule wird untersucht und auf die räumlichen, menschlichen, organisatorischen und strukturellen Bedingungen der eigenen Schule übertragen.

    Theorie und Vertiefung:

    • die vier Dimensionen der Umgebung
    • Lernatelier als Arbeitsraum, Marktplatz als Begegnungsraum
    • Inputs als Inspirationsräume
    • Materialien und digitale Lernumgebungen
    • Umgebungsgestaltung als Führungsinstrument

    Verbindliche Arbeitsergebnisse:

    • Reglement «Lernumgebungen und Lernorganisation»
    • Raum- und Nutzungskonzept
    • Funktionsbeschreibungen für Lernatelier, Marktplatz und Inputräume
    • Organisationsmodell für Lernzeiten, Inputs und offene Lernphasen
    • Material- und Ausstattungskonzept
    • Plan für digitale und analoge Lernumgebungen

    Du erhältst: Analysebogen Umgebungsdimensionen, Raumprofile, Checkliste lernförderliche Umgebung, Vorlage Wochenlernplan, Materialkriterien

    Lernnachweis: Das Team präsentiert den Raum- und Organisationsplan und begründet die ermöglichten Lernhandlungen.

    Praxis-Input: Grundacherschule Obwalden (OW)

  3. Präsenzblock 3

    Fr., 16. bis Sa., 17. April 2027 · Bürglen (TG)

    Wir gestalten Lernbegleitung und Beziehung

    Wie begleiten Erwachsene junge Menschen, ohne deren Lernen zu steuern?

    Vier-Augen-Gespräche werden geübt, Begleitsituationen analysiert und eigene Formate für Beobachtung, Lernplanung, Inputs und Intervention entwickelt.

    Theorie und Vertiefung:

    • Lernbegleitung statt Unterricht, Beobachtung statt Kontrolle
    • Respekt und Autonomie im Alltag
    • Vier-Augen-Gespräche als Herzstück
    • Inputs als Einladungen
    • Lernpartnerschaften und Peer-Learning
    • Zurückhaltung, Ermutigung, Intervention

    Verbindliche Arbeitsergebnisse:

    • Reglement «Rollen und Lernbegleitung»
    • Rollen- und Aufgabenbeschreibung der Lernbegleitenden
    • verbindlicher Rahmen für Vier-Augen-Gespräche
    • Grundsätze für Beobachtung und Dokumentation
    • Regelung für Planung und Durchführung von Inputs
    • Grundsätze für Lernpartnerschaften und Peer-Learning
    • vereinbarter Umgang mit Interventionen

    Du erhältst: Gesprächsleitfaden, Beobachtungs- und Reflexionsbogen, Interventionskompass, Vorlage Input, Leitfaden Lernpartnerschaften, Rollenprofil

    Lernnachweis: Exemplarisches Vier-Augen-Gespräch, reflektiert und mit dem Interventionskompass ausgewertet.

    Praxis-Input: Schule Bürglen (TG)

  4. Präsenzblock 4

    Fr., 21. bis Sa., 22. Mai 2027 · Diessenhofen

    Wir organisieren Verantwortung und Zusammenleben

    Wie werden Entscheidungen, Verantwortung und Führung in unserem Lernhaus organisiert?

    An realen Entscheidungs- und Konfliktfällen wird geklärt, was gemeinsam, was von Teams und was von der Schulleitung entschieden wird. Es entsteht eine transparente Verantwortungsmatrix.

    Theorie und Vertiefung:

    • Postulate als Führungsprinzipien
    • Ordnungsprinzipien statt Regelkataloge
    • verteilte Verantwortung auf allen Ebenen
    • Führung als Umgebungsgestaltung
    • Entscheidungsbefugnisse und Rückendeckung
    • Lernhaus als Polis, Umgang mit Konflikten

    Verbindliche Arbeitsergebnisse:

    • Reglement «Führung, Verantwortung und Partizipation»
    • gemeinsame Ordnungsprinzipien
    • Verantwortungs- und Entscheidungsmatrix
    • Partizipationsmodell für Lernpartner:innen (Schüler:innen), Team und Eltern
    • Struktur des Lernhauses als Polis
    • Verfahren für Konflikte und Beschwerden
    • Regelung von Rückendeckung und Eskalationswegen

    Du erhältst: Verantwortungsmatrix, Entscheidungs- und Delegationskompass, Leitfaden Ordnungsprinzipien, Ablauf Polisversammlung, Konfliktklärungsmodell, Vorlage Entscheidungsprotokoll

    Lernnachweis: Das Team löst einen realen Entscheidungs- oder Konfliktfall mit seiner Verantwortungsstruktur.

    Praxis-Input: Schulen Diessenhofen (TG)

  5. Präsenzblock 5

    Fr., 4. bis Sa., 5. Juni 2027 · Romanshorn

    Wir machen Entwicklung und Wirkung sichtbar

    Woran erkennen wir, dass unser Haus des Lernens den Menschen und ihrem Lernen dient?

    Instrumente für Entwicklung und Qualität entstehen; alle Reglemente und Handreichungen werden zu einem verbindlichen Umsetzungskonzept zusammengeführt. Abschlusskolloquium; die Form des Gelingensnachweises wird im Rahmen der Lehrgangskonzeption festgelegt.

    Theorie und Vertiefung:

    • Beobachtung statt Selektion
    • Entwicklung sichtbar machen statt Menschen bewerten
    • Kompetenzraster und Portfolios
    • qualitative und quantitative Qualitätsindikatoren
    • Evaluation von Umgebungen statt Bewertung von Menschen

    Verbindliche Arbeitsergebnisse:

    • Reglement «Entwicklungsdokumentation, Leistungsnachweise und Qualität»
    • Konzept für Kompetenzraster und Portfolios
    • Qualitätsindikatoren für das eigene Lernhaus
    • Verfahren für Selbstevaluation und Rückmeldung
    • Jahresrhythmus der Qualitätsentwicklung und Einbezug der Eltern
    • verbindlicher Einführungs- und Umsetzungsplan
    • Gesamtreglement «Unser Haus des Lernens»

    Du erhältst: Leitfaden Portfolioarbeit, Kompetenz- und Entwicklungsraster, Dokumentationsbogen, Analyseinstrument Lernumgebung, Feedbackbogen, Qualitätscockpit, Checkliste Einführung

    Lernnachweis: Abschlusskolloquium: Präsentation des vollständigen Umsetzungskonzepts der eigenen Schule.

    Praxis-Input: Talenticum Romanshorn

Gesamtergebnis

Fünf Bausteine ergeben deinen Bauplan

Am Ende verfügt jedes Schulteam über einen vollständigen Bauplan für das eigene Haus des Lernens – mit allen Reglementen, Handreichungen, Vorlagen und Checklisten. Fokus: Vertrauen statt Kontrolle.

Grundlagen und Referenzrahmen

Menschenbild, Lernverständnis, Zielbild und Fahrplan.

Lernumgebungen und Lernorganisation

Raum-, Nutzungs- und Materialkonzept samt Reglement.

Rollen und Lernbegleitung

Aufgaben, Gesprächsformate, Beobachtung und Intervention.

Führung, Verantwortung und Partizipation

Ordnungsprinzipien, Entscheidungsmatrix, Polis.

Entwicklung und Qualität

Portfolio, Kompetenzraster, Indikatoren, Einführungsplan.

Phase 3 · optional

Umsetzungsbegleitung an der eigenen Schule

Nach dem Abschlusskolloquium können Schulen ihren Bauplan eigenständig oder begleitet umsetzen: Vor-Ort-Besuche, Coaching für Schulleitung und Team, Peer-Hospitationen und Zwischenauswertungen. Umfang, Dauer und Kosten werden individuell vereinbart – diese Phase ist freiwillig und nicht Teil der Programmkosten.

So arbeiten wir

Keine Konsumveranstaltung

Die rund 60 Kontaktstunden sind Arbeitszeit an der eigenen Schule – nicht Zuhören auf Vorrat. Zwischen den Präsenzblöcken wird vorbereitet, ausprobiert, ausgewertet und einander gezeigt.

Vorbereitungsaufträge

Vor jedem Präsenzblock klären die Teilnehmenden eine konkrete Frage aus ihrer eigenen Schule und bringen Material dazu mit.

Transferaufträge

Jede Einheit mündet in einen Auftrag für die eigene Schule, das eigene Team oder den eigenen Verantwortungsbereich.

Minimaltestings

Zwischen den Präsenzblöcken werden kleine Veränderungen an der eigenen Schule ausprobiert und ausgewertet – klein genug, um sofort zu starten.

Peer-Austausch

Feste Lernteams begleiten sich gegenseitig, geben Rückmeldung und halten den Entwicklungsprozess in Bewegung.

Reflexion und Portfolio

Erfahrungen, Entscheide und offene Fragen werden dokumentiert – Grundlage für das Abschlusskolloquium.

Zwischenpräsentationen

Die Schulen zeigen einander ihren Stand; bei Bedarf ergänzen Online-Zwischentreffen die Präsenzblöcke.

Feste feiern

Auf Anstrengung folgt Feier: Gemeinsame Abendveranstaltungen schaffen Raum für Begegnung, Rückblick und den Netzwerkaufbau über die eigenen Schulen hinaus.

In der Präsenzphase: maximal 30 Teilnehmende. Die Präsenzphase ist auf maximal 30 Teilnehmende ausgelegt. Vorrang haben schulische Teams – idealerweise Lehrperson, Schulleitung und Behörde bzw. Trägerschaft gemeinsam. Einzelpersonen sind ausdrücklich willkommen. Bei grosser Nachfrage führen wir eine Warteliste und prüfen eine zweite Durchführung.

Nach dem Programm

Nach dem Programm hast du eine fundierte Grundlage, um …

Nicht nur erlebt, sondern mitgenommen: Das nehmen die Teilnehmenden konkret mit nach Hause.

  • die Lernkultur deiner eigenen Schule einzuschätzen und Entwicklungsfelder zu erkennen
  • Räume, Rollen und Lernstrukturen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln
  • ein realistisches Entwicklungsvorhaben zu skizzieren und im Team abzustimmen
  • mit einem konkreten Bauplan für die nächsten Schritte in die eigene Schule zurückzukehren
Lachende Lernende arbeiten gemeinsam im Lernatelier
Lernende im selbstorganisierten Lernen. Bild: Luisa Maria Schmidt

Was das Programm auszeichnet

Selbstgesteuert

Die Teilnehmenden übernehmen Mitverantwortung für ihren Lernweg. Eigene Fragen aus dem Schulalltag und Entwicklungsziele prägen den Prozess.

Realitätsnah

Themen entstehen aus dem echten Schulalltag. Hospitationen, Fallarbeit und konkrete Entwicklungsaufgaben machen das Programm praxisnah.

Kollaborativ

Die Kohorte wird zur Lerngemeinschaft: Lernteams, Peer-Austausch, Coaching-Circles und gemeinsame Reflexion.

Portfolio-basiert

Ein Lernportfolio dokumentiert Entwicklung, nicht Leistung. Am Ende bildet es die Grundlage für das Abschlusskolloquium.

Transferorientiert

Jede Einheit mündet in eine Frage oder Aufgabe für die eigene Schule, das eigene Team oder den eigenen Verantwortungsbereich.

Länderübergreifend

Die meisten Präsenzorte liegen in der Schweiz; ein Präsenzblock startet in Wutöschingen (DE). Erfahrungen und Praxisbeiträge kommen zusätzlich aus Deutschland. Die Teilnehmenden werden Teil eines wachsenden Netzwerks von Häusern des Lernens.

Für wen

Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an Schulleitungen, Lehrpersonen und Schulverantwortliche aus Regelschulen, die ihre bestehende Schule weiterentwickeln und Elemente eines Hauses des Lernens aufbauen möchten.

Lernbegleiter:innen

  • Lehrpersonen in Transformation
  • Lerncoaches, Klassenbegleiter:innen und Fachpersonen in selbstorganisierten Lernsettings
  • Personen, die SoL-Räume, Lernateliers oder ähnliche Formate aufbauen
  • Menschen, die Kinder und Jugendliche individueller begleiten wollen

Schulleitungen

  • Schulleitungen, die Lernkultur gestalten wollen
  • Schulleitungen und Lehrpersonen aus Regelschulen, die ihre bestehende Schule weiterentwickeln und Elemente eines Hauses des Lernens aufbauen möchten
  • Pädagogische Leiter:innen in Transformationsprozessen
  • Führungspersonen, die selbst als Lernbegleiter:innen wirken möchten

Projekt- und Entwicklungsgruppen

  • Projektteams, die ein Entwicklungsvorhaben an ihrer Schule verantworten
  • Steuergruppen, die den Veränderungsprozess koordinieren
  • Schulentwicklungsgruppen, die Lernkultur und Strukturen weiterdenken
  • Qualitäts- bzw. QE-Gruppen – und ausdrücklich ganze Teams einer Schule gemeinsam

Schulträger und Behörden

  • Schulpflegen, Behördenmitglieder und Trägerorganisationen
  • Schulverantwortliche öffentlicher Volksschulen, die Entwicklungsschritte innerhalb bestehender Strukturen ermöglichen wollen
  • Personen, die mutige Schulentwicklung ermöglichen und absichern möchten
  • Akteur:innen, die Rahmenbedingungen, Ressourcen und Vertrauen schaffen

Begriffe wie Lernatelier, SoL oder Kompetenzraster erklären wir auf der Seite Grundbegriffe.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Programm

Ja. Die Online-Impulse bauen aufeinander auf, können aber einzeln besucht werden. Ein einzelner Impuls kostet CHF 20, ein 5er-Abo CHF 80. Ein Einstieg ist auch während der laufenden Reihe möglich.

Nein. Die fünf Online-Impulse sind ein sinnvoller Vorlauf und schaffen eine gemeinsame Grundlage für die Präsenztage, sie sind aber keine zwingende Voraussetzung. Du kannst dich auch direkt für die Präsenzblöcke anmelden.

Aufgezeichnet und im Nachgang zugänglich gemacht wird nur der fachliche Impuls, nicht der Austausch – so bleibt das Gespräch geschützt. Ergänzend planen wir kurze Schulfilme von drei bis vier Minuten aus den beteiligten Häusern des Lernens.

Die Präsenzphase ist auf maximal 30 Teilnehmende ausgelegt. Vorrang haben schulische Teams (Lehrperson, Schulleitung, Behörde bzw. Trägerschaft); Einzelpersonen sind ebenso willkommen. Bei grosser Nachfrage führen wir eine Warteliste und prüfen eine zweite Durchführung. Die Online-Impulse sind offen und nicht auf 30 Personen begrenzt.

Jeder Präsenzblock beginnt am Freitag um 14.00 Uhr und dauert bis Samstag um 16.00 Uhr. Es verbindet inhaltliche Impulse, Praxisbesuche oder Fallarbeit, Reflexion, Portfolioarbeit und Peer-Austausch. Der Freitagabend ist informellem Austausch und Netzwerkpflege vorbehalten. Am Morgen kann zusätzlich ein optionaler Schulbesuch angeboten werden. An jedem Präsenztag sind zwei bis drei Vertreter:innen der Akademie vor Ort.

Ja. Die Online-Impulse sind für alle Interessierten zugänglich – unabhängig davon, ob du am Präsenzprogramm teilnimmst. Sie sind der niederschwellige Einstieg in die Arbeit der Akademie.

Die Online-Impulse laufen im Herbst, das Präsenzprogramm im Frühling. Bei grosser Nachfrage führen wir beide Teile halbjährlich im Wechsel durch.

Die Präsenzphase umfasst rund 60 Kontaktstunden. Dazu kommen Vorbereitungs- und Transferaufträge, Minimaltestings an der eigenen Schule sowie Peer-Austausch und Portfolioarbeit – insgesamt rund 20 Stunden.

Das Programm schliesst mit einem Abschlusskolloquium. Die Form des Gelingensnachweises – Anwesenheitsregelung, Zertifikat oder Teilnahmebestätigung – wird im Rahmen der Lehrgangskonzeption festgelegt und rechtzeitig kommuniziert.

Nein. Die erste Durchführung ist ein Pilot. Daten, Lernorte, Praxispartner:innen und Preise sind Vorschläge. Alle Lernorte sind zum jetzigen Zeitpunkt noch in Planung und nicht endgültig bestätigt.

Für die fünf Online-Impulse läuft die Anmeldung ausschliesslich über Eventfrog – bei jedem Impuls findest du den direkten Anmeldelink. Für die Präsenzblöcke meldest du dich verbindlich über unser Anmeldeformular an, immer für alle fünf Präsenzblöcke gemeinsam. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2027 oder sobald 30 Anmeldungen vorliegen.

Ja. Für Personen derselben Schule oder Organisation gilt: erste Person CHF 3’500, zweite Person CHF 2’500, ab der dritten Person CHF 1’500 pro Person (jeweils zzgl. MWST). Beispiel: Ein Team aus drei Personen bezahlt CHF 7’500 zzgl. MWST. Meldet euch dafür gemeinsam mit einem Formular an.

Die meisten Präsenzorte liegen in der Schweiz: Sarnen, Bürglen, Diessenhofen und Romanshorn; ein Präsenzblock startet in Wutöschingen (DE). Erfahrungen und Praxisbeiträge kommen zusätzlich aus Deutschland. Alle Orte sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar; Anreise und Übernachtung organisieren die Teilnehmenden selbst.

Für ganz unterschiedliche Schulen und Ausgangslagen: öffentliche Regelschulen, Privatschulen, Schulen mitten in Veränderungsprozessen und Neugründungen. Viele Entwicklungen zu einem Haus des Lernens lassen sich innerhalb bestehender Strukturen anstossen und gemeinsam mit Schulteam, Trägerschaft und Behörden gestalten.

Das Programm ersetzt keinen Lehrplan. Die besuchten Schulen arbeiten innerhalb des Lehrplans 21 bzw. der jeweiligen kantonalen Vorgaben – sie organisieren Lernzeit, Räume und Beurteilung anders. Kompetenzraster übersetzen die Lehrplanziele in nachvollziehbare Entwicklungsschritte.

Über dokumentierte Lernwege (Portfolio, Gelingensnachweise, Lernstandsgespräche) statt über einen gemeinsamen Prüf-Takt. Im Programm arbeiten wir mit Qualitätsindikatoren, die sich an bestehenden Schulen bewährt haben und mit kantonalen Evaluationsinstrumenten kompatibel sind.

Alle beteiligten Schweizer Lernorte sind reguläre Volksschulen oder bewilligte Privatschulen. Das Programm ist eine Weiterbildung – sie verlangt keine Sonderbewilligung. Für Anpassungen an der eigenen Schule zeigen wir auf, welche Entscheide auf Schul-, Träger- und Behördenebene nötig sind.

Pro Person CHF 3'500 für die Präsenzphase plus Anreise- und Übernachtungskosten; Online-Impulse ab CHF 20. Für Entwicklungsteams ab drei Personen aus derselben Trägerschaft vereinbaren wir Teamkonditionen. Der Ertrag: ein abgestimmtes Entwicklungsvorhaben statt fünf Einzelfortbildungen.